Verblisterung im Lohnauftrag

Medikamentenblister in einem Blisterzentrum bestellen

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Ihr Pluspunkt gegenüber der Verblisterung im apothekenüblichen Rahmen: schnellere und sichere Produktion der Blister.

Bei der Verblisterung im Lohnauftrag übernehmen Blisterzentren im Auftrag von Apotheken das Verpacken der Medikamente in Schlauchblister. Die benötigten Daten übermittelt die Apotheke digital an das Blisterzentrum. Das heißt zugleich: die Datenhoheit verbleibt in der Apotheke. Ein Blisterzentrum erhält lediglich einen Produktionsauftrag.

Auch wenn Sie Medikamentenblister via Lohnauftrag bestellen, bleibt das Medikationsmanagement in den Händen Ihrer Apotheke. Dazu zählen:

  • Pflege des Medikationsplans
  • Pflege von Medikationsänderungen
  • Erstellung der Rezeptanforderungen
  • Abrechnung der Rezepte
  • Erstellung der Berechnung von Arzneimittelzuzahlungen

Was bei der Lohnverblisterung zu beachten ist

Die qualitativen Anforderungen an einen Herstellbetrieb sind um ein Vielfaches höher als bei der Herstellung im apothekenüblichen Rahmen. Ein Blisterzentrum hat die folgenden Anforderungen zu erfüllen:

  • Blisterzentrum muss eine Herstellererlaubnis nach §13 AMG haben.
  • Die Produktion der Blister unterliegt den GMP-Richtlinien der internationalen pharmazeutischen Industrie.
  • Die Stabilität von Arzneimitteln muss über konstante Temperaturen, Luftfeuchtigkeit und Partikelzahl in einem Reinraum gewährleistet sein.
  • Eine optische Qualitätskontrolle sowie eine mehrstufige Fotodokumentation sorgt für eine Fehlerquote gegen Null.

Wie ist der zeitliche und personelle Aufwand bei Lohnverblisterung?

Bei der Lohnverblisterung sollten Sie bei 100 Patienten – je nach Zuarbeit des Arztes oder des Heims – mit etwa 8 bis 15 Stunden pro Woche rechnen inklusive aller Tätigkeiten wie Medikationspflege, Rezeptanforderungen, Rezeptabrechnungen und Lieferung der Bedarfsmedikationen.

Erfahrungen zeigen, dass Apotheken, die ihre Prozesse zwischen Apotheke-Heim-Arzt optimiert haben und etwa 800 Patienten im Lohnauftrag versorgen, einen Aufwand von etwa 60 Stunden pro Woche haben (Im Vergleich zur manuelle Verblisterung beträgt der Zeitaufwand 35-40 Stunden pro Woche bei 100 (!) Patienten).

100 Patienten

= ca. 8 bis 15 Stunden Arbeitsaufwand/Woche

800 Patienten

= ca. 60 Stunden
Arbeitsaufwand/Woche

Unsere Empfehlung:

Die Herstellung von Medikamentenblister via Lohnauftrag lohnt sich bereits ab dem ersten Patienten. Meist entscheiden sich Apotheken für die Lohnverblisterung, wenn sie mehr als 30 Patienten versorgen. Zumal die Medikamentenblister mit einem geringen Logistikaufwand auch geliefert werden können.

Da es für diese Blisterart nur sehr wenig Personal in der Apotheke braucht, versorgen Apotheken, die Medikamentenblister im Lohnauftrag anbieten, häufig mehr als 300 Patienten. Weiterer Pluspunkt: Durch diese Dienstleistung können Apotheken neue Alten- und Pflegeheime und/oder ambulante Pflegedienste als Kunden gewinnen und die Patienten/Bewohner sicher mit Medikamenten versorgen.

E-Rezepte in der Heimversorgung

Der Apothekerverband MV informiert:

Da das Übermitteln der Chargen bei der Abrechnung eines E-Rezeptes nicht möglich ist, wird bis zum 30.6.2025 auf die Chargendokumentation verzichtet. Statt der tatsächlichen Chargenbezeichnung ist das Wort „STELLEN“ in das entsprechende Datenfeld einzutragen.

Weitere Infos bei der GKV.

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